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Datenschutzerklärung
Verantwortlicher
Collocu – David Coray
Betrieb einer Online-Kommunikationsplattform
Rebhof 2
7304 Maienfeld
Schweiz
E-Mail: info@collocu.ch
Worum es geht
Collocu ist ein anonymer Sprach-Chat. Zwei Personen werden zufällig verbunden und reden miteinander, ohne Konto, ohne Namen, ohne Bild. Wir verarbeiten so wenige Daten wie technisch möglich. Diese Erklärung beschreibt, welche das sind.
Gespräche
Gespräche werden nicht aufgezeichnet und nicht gespeichert. Der Ton läuft über unseren eigenen Vermittlungsserver (TURN) in Nürnberg. Dort wird er nur durchgeleitet, nicht abgelegt und nicht entschlüsselt: die Verschlüsselung besteht zwischen den beiden Geräten (DTLS-SRTP).
Dass der Ton nicht direkt von Gerät zu Gerät geht, ist eine bewusste Entscheidung zu Ihren Gunsten. Bei einer direkten Verbindung (Peer-to-Peer) tauschen die beiden Geräte technisch bedingt ihre IP-Adressen aus. Die andere Person könnte daraus Ihre ungefähre Region und Ihren Anbieter ablesen. Über den Vermittlungsserver sieht die Gegenseite nur die Adresse unseres Servers, nie Ihre eigene. Umgestellt am 04.08.2026.
IP-Adressen
Ihre IP-Adresse ist technisch nötig, um die Verbindung herzustellen.
- In der Anwendung wird sie nur flüchtig im Arbeitsspeicher gehalten, solange die Sitzung läuft. Sie wird nicht in unserer Datenbank gespeichert.
- In den Zugriffsprotokollen des Webservers wird sie gekürzt abgelegt (bei IPv4 ohne den letzten Block, bei IPv6 auf höchstens die ersten 48 Bit), sodass kein Rückschluss auf einen einzelnen Anschluss möglich ist.
- In Fehlerprotokollen des Webservers kann die vollständige IP-Adresse erscheinen, wenn eine Anfrage einen Serverfehler auslöst.
- Der Vermittlungsserver (TURN) protokolliert im laufenden Betrieb keine IP-Adressen. Bei Verbindungsfehlern kann eine Adresse in seinem Fehlerprotokoll erscheinen; diese Protokolle werden nach spätestens 14 Tagen gelöscht. Seit der Umstellung vom 04.08.2026 läuft jedes Gespräch über diesen Server, vorher nur die Gespräche, bei denen keine direkte Verbindung zustande kam.
- Sämtliche Server- und Systemprotokolle werden automatisch nach spätestens 15 Tagen gelöscht.
Browser-Fingerabdruck und Browser-ID
Damit Sperren gegen Belästigung überhaupt durchsetzbar sind, verwenden wir zwei Werte, die im lokalen Speicher Ihres Browsers liegen, bis Sie Ihre Browserdaten löschen:
- einen Browser-Fingerabdruck: einen Wert, berechnet aus technischen Eigenschaften Ihres Browsers (Bibliothek FingerprintJS). Er hat nichts mit Ihrem echten Fingerabdruck zu tun; biometrische Daten werden nicht erhoben. Gleiche Geräte mit gleichem Browser können denselben Browser-Fingerabdruck haben.
- eine zufällige Browser-ID samt dem Zeitpunkt ihrer Erzeugung. Sie enthält keine Eigenschaft Ihres Geräts und unterscheidet Sie von Personen mit gleichem Gerät.
Beides ist kein Cookie und wird weder für Werbung noch für Reichweitenmessung genutzt. Gesperrt wird die Browser-ID. Der Browser-Fingerabdruck dient dazu, eine Sperre auch dann durchzusetzen, wenn jemand danach seine Browserdaten löscht. Deshalb kann eine Sperre auch ein Gerät gleicher Bauart treffen, das während der Sperre zum ersten Mal genutzt wird; dafür gibt es den Einspruch (siehe „Wie eine Sperre entsteht“).
Auf unserem Server werden beide nur dann gespeichert, wenn eine Meldung oder eine Sperre vorliegt. Wer weder meldet noch gemeldet wird, hinterlässt bei uns keine.
- Meldung: 365 Tage
- Sperre und Sperrhistorie: 200 Tage nach Ablauf der Sperre
- Bestätigung „nicht minderjährig“: 30 Tage nach Ablauf des Schutzzeitraums
- Selbstauskunft „minderjährig“: 120 Tage
Rechtsgrundlage ist unser berechtigtes Interesse am Schutz vor Belästigung und an der Durchsetzung des Jugendschutzes (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO).
Wie eine Sperre entsteht
Meldet jemand sein Gegenüber nach einem Gespräch, speichern wir die Kategorie, die angeklickt wurde, den Zeitpunkt, die Kennungen des Gesprächs und der Sitzung sowie Browser-Fingerabdruck und Browser-ID der meldenden und der gemeldeten Person. Mehr gibt es nicht: Gespräche werden nicht aufgezeichnet, niemand hört mit, und deshalb liegt uns zu keiner Meldung ein Inhalt vor.
Die Sperre wird automatisch verhängt. Erreichen die Meldungen gegen ein Gerät innerhalb von 180 Tagen eine festgelegte Zahl, sperrt das System es von sich aus. Wie lange, hängt von der Schwere der gemeldeten Kategorie und von früheren Sperren desselben Geräts ab; die Staffel reicht von einem Tag über sieben und dreissig Tage bis zu 90 Tagen. Ein Mensch sieht sich den Vorgang vorher nicht an. Wie oft jemand selbst melden kann, ist begrenzt, damit sich eine Sperre nicht durch wiederholtes Melden erzwingen lässt.
Meldungen mit dem Verdacht auf Minderjährigkeit laufen anders: Sie führen nicht zu einer automatischen Sperre, sondern zu einer Rückfrage an die gemeldete Person. Eine Sperre folgt nur, wenn sie dort selbst angibt, unter 18 zu sein.
Einspruch. Halten Sie eine Sperre für falsch, schreiben Sie uns an info@collocu.ch. Der Sperrbildschirm nennt eine Fallkennung; nennen Sie diese in Ihrer Nachricht, dann finden wir den Vorgang. Wir sehen ihn uns an und heben die Sperre auf, wenn sie zu Unrecht besteht. Eine feste Frist für die Bearbeitung können wir Ihnen derzeit nicht zusagen.
Bewertung nach einem Gespräch
Wenn Sie nach einem Gespräch Feedback geben, vergeben Sie Sterne. Ein Freitextfeld gibt es an dieser Stelle nicht, es wird dort also kein selbst geschriebener Text erhoben.
- Bewertung (1–5), Zeitpunkt und wie das Gespräch endete (etwa durch Sie oder durch die andere Person): bis zu 365 Tage
- Gesprächsbezug: 90 Tage, danach automatisch entfernt; die Bewertung bleibt anonymisiert für die Statistik erhalten
Feedback-Formular
Auf der Seite Feedback können Sie uns schreiben. Das ist freiwillig: Ohne dieses Formular zu benutzen, können Sie Collocu vollständig verwenden.
Wenn Sie es absenden, speichern wir:
- die gewählte Kategorie (Idee, Fehler oder Sonstiges),
- den Text, den Sie geschrieben haben,
- die Antwortadresse, falls Sie eine angeben,
- den Zeitpunkt.
Mehr nicht. Die Zuschrift bekommt keinen Bezug zu einem Gespräch, keinen Browser-Fingerabdruck und keine Browser-ID. Sie lässt sich damit weder einem Gespräch noch einer Sitzung zuordnen. Wenn Sie keine Antwortadresse angeben, erreicht uns die Nachricht ohne jede Angabe zu Ihrer Person.
Was Sie in das Textfeld schreiben, bestimmen Sie selbst. Deshalb bitten wir im Formular ausdrücklich darum, nichts Persönliches und nichts aus einem geführten Gespräch hineinzuschreiben.
- Antwortadresse: 90 Tage, danach automatisch entfernt
- Kategorie, Text und Zeitpunkt: 365 Tage, danach automatisch gelöscht
Wer die Zuschrift zu sehen bekommt. Sie wird auf unserem eigenen Server gespeichert und dort gelesen. Der Text wird an niemanden weitergeleitet, auch nicht per E-Mail. Wir lassen uns lediglich melden, dass eine neue Zuschrift vorliegt; diese Meldung nennt die Kategorie und die Länge, nicht den Inhalt und nicht Ihre Adresse. Antworten wir Ihnen auf eine angegebene Adresse, läuft diese eine E-Mail über unseren Mailversand (siehe unten).
Rechtsgrundlage für Kategorie und Text ist unser berechtigtes Interesse daran, Fehler zu erfahren und das Angebot zu verbessern (Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO). Geben Sie eine Antwortadresse an, beruht deren Verarbeitung auf Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), die Sie mit dem Absenden erteilen und jederzeit widerrufen können.
E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen
Sie können freiwillig eine E-Mail-Adresse hinterlegen, um benachrichtigt zu werden, sobald jemand zum Sprechen bereit ist. Mit der Adresse speichern wir die Sprache der Oberfläche, die gewählten Gesprächssprachen und einen Zufallswert, damit Sie keine Benachrichtigung über Ihre eigene Suche bekommen. All das wird nach dem Versand gelöscht, spätestens nach 90 Tagen. Kein Newsletter, keine Weitergabe zu Werbezwecken.
Rechtsgrundlage ist Ihre Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO), die Sie mit dem Hinterlegen der Adresse erteilen. Für den Versand nutzen wir den Dienstleister Brevo (Brevo SAS, Frankreich). Ihre Adresse wird dort innerhalb der EU verarbeitet. Für einzelne Infrastruktur-Dienste (etwa eine Web Application Firewall) setzt Brevo Unterauftragnehmer mit Sitz in den USA ein; für diese Übermittlung greifen Standardvertragsklauseln und das EU-US Data Privacy Framework.
Wo Ihre Daten verarbeitet werden
Collocu wird aus der Schweiz betrieben. Die Server stehen in Deutschland.
| Dienst | Anbieter | Standort |
|---|---|---|
| Webserver und Anwendung | Hetzner Online GmbH | Nürnberg, Deutschland |
| Vermittlungsserver (TURN) | Hetzner Online GmbH | Nürnberg, Deutschland |
| Namensauflösung (DNS) | Infomaniak | Schweiz |
| E-Mail-Versand | Brevo (Brevo SAS) | Frankreich |
Die Datenverarbeitung findet innerhalb der EU und der Schweiz statt. Die einzige Ausnahme ist der oben beschriebene E-Mail-Versand, bei dem Brevo einzelne Unterauftragnehmer in den USA einsetzt. Abgesichert ist das durch Standardvertragsklauseln und das EU-US Data Privacy Framework.
Was es nicht gibt
- Keine Konten, keine Registrierung, keine Passwörter
- Keine Aufzeichnung von Gesprächen
- Keine Profilbildung, keine Werbung, kein Verkauf von Daten
- Kein Analytics, kein Tracking, keine Werbenetzwerke, keine eingebetteten Schriftarten oder Skripte von Dritten
- Keine Weitergabe an Dritte ausser an die oben genannten Dienstleister und soweit gesetzlich verpflichtend
Ihre Rechte
Sie haben das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Datenübertragbarkeit und Widerspruch.
Ein ehrlicher Hinweis dazu: Weil es bei uns keine Konten gibt, können wir Anfragen nur über Browser-Fingerabdruck und Browser-ID zuordnen. Ohne diese Werte können wir nicht feststellen, welche Daten zu Ihnen gehören. Und in aller Regel speichern wir ohnehin keine, solange Sie weder jemanden gemeldet haben noch selbst gemeldet wurden.
Kontakt: info@collocu.ch
Beschwerderecht: Eidgenössischer Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragter (EDÖB) in der Schweiz, beziehungsweise die für Ihren Wohnsitz zuständige Datenschutzaufsicht in der EU.
Stand dieser Erklärung: 19. Oktober 2026